Der ökologische Fußabdruck

Alle Ressourcen, die ein Mensch für seinen Alltag, seine Ernährung, Reisen und Leben benötigt, müssen ihm von der Erde zur Verfügung gestellt werden. Rechnet man diese Ressourcen zusammen, und legt sie auf die Gesamtfläche der Erde um, kann man ausrechnen, wie viel Platz ein einzelner Mensch von der Erde beansprucht. So viel Fläche bedarf es dann, um alle Energie und alle Rohstoffe zu gewinnen, die eine bestimmte Person benötigt. Diese Fläche bezeichnet man als ökologischen Fußabdruck dieses Menschen.

Man kann feststellen, dass die Menschen in den unterschiedlichen Ländern höchst unterschiedliche Fußabdrücke haben – Menschen in Entwicklungsländern benötigen sehr viel weniger Ressourcen als Menschen in Industrieländern.

Hochgerechnet auf alle Menschen kann man die Biokapazität der Erde errechnen, also welche Anzahl Menschen sie maximal ernähren und versorgen kann, und wie viel die Menschheit von der Welt im Moment tatsächlich nutzt.

Der World Wildlife Fund WWF veröffentlicht regelmäßig den “Living Planet Report”, welcher den Fußabdruck der Menschen nach Ländern der Welt aufzeigt. Die Deutschen sind dabei nicht besonders sparsam, ihr Fußabdruck liegt bei 5,09 Hektar – jedoch steht pro Mensch auf der Erde nur 1,9 Hektar zur Verfügung, wir profitieren also davon, dass viele Menschen weniger Ressourcen benötigen als wir. Wären alle Bewohner der Erde so verschwenderisch wie wir, bräuchte man eine 2,8fach so große Erde, um sie alle zu ernähren.

Foto: Angelika Wolter, Lizenz: CC-BY-2.0, piqs.de

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