Auswendiglernen – stupide oder nützlich?

Schön wär’s: Kopf auf, Wissen rein, Kopf zu. Klappt aber leider nicht – viele Fakten, vieles Wissen muss mühsam auswendig gelernt werden. Da gibt es die unterschiedlichsten Methoden, aber allen gemein ist: Es gibt keine einfache Lösung.

Nicht jedes Thema ist geeignet, um auswendig gelernt zu werden, und jeder Mensch lernt anders – keinen Sinn macht es, ein Thema stumpf in den Kopf zu stecken, das man im Grunde nicht verstanden hat. Was nützt es, alle Hauptstädte Afrikas zu kennen, wenn man nicht mal weiß, wo Afrika liegt und was es für ein Kontinent ist?

Für Themen, die man kennt, ist stupides Auswendiglernen am effektivsten, fanden Forscher heraus – so behält man die meisten Fakten. Alle ausgefeilteren Verfahren waren nicht so erfolgreich, auch wenn sie mehr Spaß gemacht haben.

Auswendiglernen kann man mit sogenannten Eselsbrücken erleichtern – so kann man die zu lernenden Fakten längs eines bekannten Weges “ablegen”, wenn man ein visueller Mensch ist.

Bild: Franziska Elsner, Lizenz: CC-BY-2.0, piqs.de

Der ökologische Fußabdruck

Alle Ressourcen, die ein Mensch für seinen Alltag, seine Ernährung, Reisen und Leben benötigt, müssen ihm von der Erde zur Verfügung gestellt werden. Rechnet man diese Ressourcen zusammen, und legt sie auf die Gesamtfläche der Erde um, kann man ausrechnen, wie viel Platz ein einzelner Mensch von der Erde beansprucht. So viel Fläche bedarf es dann, um alle Energie und alle Rohstoffe zu gewinnen, die eine bestimmte Person benötigt. Diese Fläche bezeichnet man als ökologischen Fußabdruck dieses Menschen.

Man kann feststellen, dass die Menschen in den unterschiedlichen Ländern höchst unterschiedliche Fußabdrücke haben – Menschen in Entwicklungsländern benötigen sehr viel weniger Ressourcen als Menschen in Industrieländern.

Hochgerechnet auf alle Menschen kann man die Biokapazität der Erde errechnen, also welche Anzahl Menschen sie maximal ernähren und versorgen kann, und wie viel die Menschheit von der Welt im Moment tatsächlich nutzt.

Der World Wildlife Fund WWF veröffentlicht regelmäßig den “Living Planet Report”, welcher den Fußabdruck der Menschen nach Ländern der Welt aufzeigt. Die Deutschen sind dabei nicht besonders sparsam, ihr Fußabdruck liegt bei 5,09 Hektar – jedoch steht pro Mensch auf der Erde nur 1,9 Hektar zur Verfügung, wir profitieren also davon, dass viele Menschen weniger Ressourcen benötigen als wir. Wären alle Bewohner der Erde so verschwenderisch wie wir, bräuchte man eine 2,8fach so große Erde, um sie alle zu ernähren.

Foto: Angelika Wolter, Lizenz: CC-BY-2.0, piqs.de

Gene, Chromosomen, DNA

Die Genetik ist ein Teilgebiet der Biologie, welches sich mit Vererbung beschäftigt. Gene sind die Erbinformationen von Lebewesen, Genetik ist die Lehre der Weitergabe dieser Erbinformationen. Mit Genom bezeichnet man die Gesamtheit der Gene einer Spezies.

Die Gene sind jeweils auf Abschnitten der DNA des Lebewesens codiert – DNA ist die Desoxyribonukleinsäure, ein Biomolekül, welches aus zwei miteinander verschlungenen Spiralen besteht, der sogenannten Doppelhelix. Zwischen diesen Spiralen bestehen waagerechte Verbindungen, die aus vier unterschiedlichen Basen bestehen können – darin sind die eigentlichen Erbinformationen verschlüsselt. Jede Verbindung enthält dabei genau ein Paar unterschiedliche Basen, so dass jede Verbindung genau ein Basenpaar enthält.

Gene sind in Chromosomen gruppiert, der Mensch hat etwa 50.000 bis 100.000 Gene, die auf 46 Chromosomen verteilt sind. Darin enthalten sind etwa 3 Milliarden Basenpaare. Ein Chromosom verpackt DNA mit Proteinen in einer gemeinsamen Struktur.

Schlauberger

Wissenschaft, die Wissen schafft: Wir wollen hier im Blog Artikel veröffentlichen, die sich mit Wissenschaft im Allgemeinen, und Biologie im speziellen beschäftigen. Denn ein kluger Kopf will gefüllt werden.

Dabei kommt es nicht immer darauf an, dass Wissen im kommerziellen Sinne nutzbar ist – manches Wissen mag vollkommen unnütz sein – aber es kann immer noch den Kopf trainieren und Spaß machen. Genau wie Rätsel aller Art, Sudokus zum Beispiel, Fitnesstraining fürs Gehirn sind, genauso erhält das Beschäftigen mit Wissenschaft die geistige Spannkraft.